Monday, October 30, 2006

50 Jahre BRAVO: 50 Jahre zu viel

Die Jugendzeitschrift BRAVO wurde am 26. August 2006 50 Jahre alt, was der Heinrich-Bauer-Verlag, Herausgeber der Zeitschrift, ausnutzt, um etliche Feierlichkeiten zu organisieren und vor allem Werbung für das Blatt zu machen. Dies wurde auch schon von diversen Zeitungen unterstützt, die Ende 2005 über die 50 Jahre von BRAVO in positivem Ton berichtet haben. Ob dahinter eine vom Verlag gesteuerte Medienkampagne steht, um die Auflagenzahl steigen zu lassen, läßt sich annehmen.

Durch diese Medienkampagne kann der Eindruck entstehen, daß dieses Skandalblatt von der Mehrheit der Deutschen befürwortet wird. Doch das ist nicht der Fall. Deshalb ist es notwendig, daß man gegen Bravo protestiert und seine Meinung auch in der Öffentlichkeit bekannt gibt. Nehmen Sie daher bitte an dieser wichtigen Initiative teil: http://www.aktion-kig.de/kampagne/stop_bravo.html

Wie bei der 40 Jahr-Feier, werden sicherlich mehrere Politiker bei BRAVO aufwarten und versuchen, sich bei diesem Medienkonzern Liebkind zu machen. 1995 hat Rita Süßmuth, damalige Bundestagspräsidentin, das Blatt in höchsten Tönen gelobt.Anläßlich der 50 Jahre von BRAVO wurde sogar eine Ausstellung organisiert, die zur Zeit im Hildener "Wilhelm-Fabry-Museum" gezeigt wird. In den Erläuterungen zur Ausstellung steht unter anderem: "Es gibt wohl kein zweites Jugendmagazin auf der ganzen Welt, das so intensive Zielgruppenanalysen und Zielgruppenkommunikation betreibt. BRAVO steht damit zentral für die professionelle Kommerzialisierung der jugendlichen Freizeitwelten."Für ernsthafte Menschen gibt es natürlich nichts zu feiern: Obwohl BRAVO am Anfang noch nicht so unmoralisch war wie heute, war das Blatt schon polemisch, bevor es systematisch Nacktphotos und sonstige erotische Inhalte veröffentlicht hat.

Wir dürfen das uns nicht bieten lassen. Dehalb bitte ich Sie, an dieser wichtigen und eiligen Aktion teilzunehmen: http://www.aktion-kig.de/kampagne/stop_bravo.html

BRAVO war immer in der vordersten Reihe der Tendenzen, die aus Deutschland ein Land ohne Werte und Prinzipien machen wollen. Also ein Land, in dem das Leben der Jugend aus Geschlechtsverkehr und oberflächlichem Spaß bestehen soll, in dem Kinder schon ab sechs Jahren (laut einer Presseerklärung des Heinrich-Bauer-Verlages lesen schon sechsjährige Mädchen dieses Schundblatt) mit einer unglaublichen moralischen Dekadenz konfrontiert werden. Jede Woche erscheint BRAVO und zeigt unter der Rubrik "Pärchen Check" ein splitternacktes Mädchen und einen Jungen, die über ihre sexuellen Erfahrungen erzählen. Oft werden Jugendliche beim Geschlechtsverkehr abgebildet mit den entsprechenden Texten. Auch geht es bei den sog. Pop-Stars im wesentlichen um ihre sexuellen Abenteuer. Höhepunkt der Unmoral sind die Ratschläge der sogenannten "Dr.-Sommer-Sprechstunde", die die Kinder und die Jugendlichen zu einem zügellosen Leben motiviert. Die meisten Texte von BRAVO sind in einem erotisierenden Stil geschrieben, insbesondere, wenn über Pop-Stars berichtet wird. Oft geht es bei den Reportagen über die Musik-Szene gar nicht darum, ob die Show gut war, ob der Sänger X oder die Sängerin Y gut gesungen haben, ob das Publikum von der Show mitgerissen wurde... Nein, das Wichtigste für BRAVO ist, ob die Show erotisch, ob die Sängerin "scharf" war und ob sie das Publikum sexuell "angemacht hat", ob es nach dem Konzert zu Ausschweifungen kam usw. Woche für Woche tauchen unzählige Kinder und Jugendliche in diese absurde und unmoralische Phantasiewelt ein. BRAVO lockt die Jugendlichen mit Honoraren, ihre "erotischen Geschichten" niederzuschreiben oder sich nackt abbilden zu lassen.

Dieses Massaker der Kindheit muß endlich aufhören! Doch wird nur geschehen, wenn wir dagegen protestieren. Nehemnn Sie an dieser dringenden Initiative teil: http://www.aktion-kig.de/kampagne/stop_bravo.html

Auf eine nicht unbedeutende Anzahl von Kindern und Jugendlichen üben Jugendzeitschriften einen enormen Einfluß aus und machen somit die Erziehungsarbeit der Eltern - und in gewissem Sinne auch der Schule - völlig zunichte. Unter den vielen Jugendzeitschriften gibt es keine, die die Mentalität der Kinder so tiefgründig verwüstet, wie das die Zeitschrift BRAVO vom Heinrich-Bauer-Verlag tut. Deshalb ist es wichtig, solange gegen BRAVO zu protestieren (http://www.aktion-kig.de/kampagne/stop_bravo.html), bis alle unmoralischen Inhalten der Zeitschrift verschwinden. In der Vergangenheit ist es immer wieder gelungen, BRAVO dahin zu bewegen, die Anzahl von unmoralischen Inhalten zu reduzieren und manchmal sogar ganze Rubriken zu streichen.

Protestieren Sie auch gegen Bravo und unterzeichnen Sie dieses Protestschreiben an Bundesjugendministerin von der Leyen: http://www.aktion-kig.de/kampagne/stop_bravo.html